Wie leben Amphibien - Bund Naturschutz Röhrmoos

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Wie leben Amphibien

Amphibien
Auf großer Wanderung.

 
Sobald die Frostperiode endet, die Nachttemperaturen über fünf Grad Celsius liegen und es draußen feucht ist machen sich die Amphibien (Frösche, Kröten und Molche) auf zu ihrer großen Wanderung aus dem Winterquartier zu ihren Laichplätzen. Das ist in der Regel je nach Wetterlage so etwa Anfang März bis Ende April. Dabei legen sie Wege bis zu 5 Kilometer zurück.  Insbesondere die Erdkröte taucht meist in großer Anzahl und häufig konzentriert auf wenigen Metern Straße auf. Auf ihrem Weg werden dann befahrene Straßen vor allem in der Nähe der Laichgewässer, wie z.B. die Weinbergstraße in Sigmertshausen, zur Todesfalle. Da die Amphibien hauptsächlich in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs sind können sie von Autofahren nur schlecht gesehen werden. Der von der Ortsgruppe Röhrmoos aufgestellte Amphibienzaum verhindert weitgehend, dass die Amphibien unter die Räder kommen. Der Zaun wird in dieser Zeit direkt am Straßenrand auf der Hauptwanderrute der Amphibien aufgestellt. Dort sammeln sich die Tiere in den eingegrabenen Eimern und werden dann mehrmals täglich von den Helferinnen und Helfern eingesammelt, gezählt und über die Straße gebracht damit sie ihren Weg zum Laichgewässer fortsetzen können.
 
Im Frühjahr 2018 konnten wir so knapp 2000 Amphibien - hauptsächlich Erdkröten und ca. 300 Teich- und Bergmolche - sicher über die Straße bringen.
 
Die Tiere verbringen nur die Paarungszeit und der Nachwuchs seine ersten Wochen/Monate im Laichgewässer. Danach wandern diese dann nach und nach in Ihre Sommerquartiere und sobald  die Temperaturen wieder sinken in ihre Winterquartiere. Im darauf folgenden Frühling geht dann der Kreislauf von Neuem los.
 
Hätten Sie gewusst, dass es in Bayern immerhin 19 verschiedene Amphibienarten gibt? Während scheuere Arten (wie z.B. Feuersalamander, Wechselkröte) in Wäldern, Feuchtgebieten und Auen eine gehörige Portion Spürsinn und Detektivarbeit beim Auffinden verlangen, können andere Arten (z.B. Erdkröte, Teich- und Bergmolch) relativ einfach am nächsten Tümpel oder Fischteich durch ihre Rufe lokalisiert und beobachtet werden.
 
Leider sind die Bestände seit Jahren Rückläufig und 13 der 19 heimischen Arten stehen schon auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
 
Sie haben Fragen zum Thema Amphibien wie zum Beispiel:
 
-      Wie kommt es zur Amphibienwanderung?
 
-      Was machen die "Krötenretter"?
 
-      Auf was sollten Helfer achten?
 
-      Wie arbeitet man mit saisonalen Amphibienzäunen?
 
-      Auf was ist bei der Arbeit mit Zäunen zu achten?

 
 
Weiterführende Informationen finden Sie beim Bund Naturschutz
 
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